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Wider die große Koalition der Wachstumsbeschwörer
Aktuelle Beispiele für eine alte Debatte von Angang der 80er Jahre, die nach wie vor im parteipolitschen Raum - ausgeblendet vom Kartell der Wachstumsanbeter - so gut wie nicht stattfindet:
Genug ist genug Wirtschaftswachstum kann die Probleme der Massenarbeitslosigkeit nicht mehr lösen. Daher muss ein Umdenken hin zu einer Wirtschaft und Gesellschaft des "Genug" stattfinden: Zu weniger Wirtschaftswachstum, weniger Erwerbsarbeitszeit, weniger (Erwerbs-) Einkommen, weniger materiellem Konsum und vermutlich auch weniger staatlich alimentierter Sicherung.
Eine Gefahr für die Demokratie Sozialleistungen abbauen, Steuern für Unternehmen und Besserverdienende runter, Lohnzurückhaltung, Privatisieren und Deregulieren, das sind die Rezepte, mit denen alle Bundestagsparteien vergeblich herumdoktern.
Ende des Arbeitszwanges Das Ende der Vollbeschäftigung und der darauf gestützten Sozialsysteme ist erreicht, konstatiert der Politikwissenschaftler Volker Koehnen. Doch statt eines Neuanfangs kurierten alle Parteien an Symptomen.Wenn auch die nächste Regierung damit gescheitert sein werde, drohe die Abwendung eines Großteils der Bürger von der Demokratie. Koehnen plädiert nun dafür, den bereits in der Debatte befindlichen Vorschlag eines bedingungslosen Grundeinkommens voranzutreiben und dafür einen Zukunftskongress einzuberufen. Koehnen ist hessischer Verdi-Bereichsleiter Jugend und Jugendbildung. Er äußert in diesem Beitrag seine persönliche Position. Der Autor arbeitet auch als Erwachsenenbildner, systemischer Coach und Organisationsberater. aud
Langsamer machen In Deutschland hat sich in den letzten 100 Jahren die Produktivität etwa verzwanzigfacht. Doch das hat uns nicht befreit, sondern in eine Falle geführt. Wir arbeiten immer schneller und bekommen gleichzeitig immer mehr Angst, dass uns die Arbeit ausgeht. Sinnloser und naturzerstörerischer Konsum gehört zu diesem Teufelskreis. Zugleich darf ein Teil der Gesellschaft überhaupt nicht arbeiten und leidet unter dem Ausgeschlossen-Sein. Das ist widersinnig. Denn als Sinn des Fortschritts galt es einmal, allen ein müheloseres Leben zu ermöglichen. Um diesem Ziel näher zu kommen, könnte eine "Stilllegungsprämie für Arbeit" helfen, schlägt Dr. phil. habil. Fritz Reheis vor. Er ist Philosoph, Lehrer und Autor. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen "Nachhaltigkeit, Bildung und Zeit" ( Baltmannsweiler 2005), "Entschleunigung" (München 2003) und "Die Kreativität der Langsamkeit" ( Darmstadt, 2. erweiterte Auflage, 1998). Er ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik. (www.fritz-reheis.de) aud
Würde ohne Arbeit
Zum Stand der Diskussion: Harald Rein Auf der Suche nach Alternativen: Das bedingungslose Grundeinkommen Quelle
Michael Opielka
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