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Das zweite Scheitern des LiberalismusUlrich Berger und Christoph Stein 23.12.2004 Der Neoliberalismus ist die letzte Großideologie des 20. Jahrhunderts: Hysterie, Regression und WiederholungszwangDer Neoliberalismus ist die letzte Großideologie des 20. Jahrhunderts. Wie seine feindlichen Brüder lässt er keine historische Erfahrung und keine theoretische Reflexion gelten, die seinen Glaubenssätzen widersprechen könnte. Diese dogmatische Enge ist ein Makel seiner Herkunft. Er ist ein kämpferischer Anti-Anti-Liberalismus, konzipiert in den Zeiten der schwersten Niederlage der liberalen Ideale. Dies prägt seine Begriffsbildung und seine Kampfesweise. Er musste seinen Feinden auf gleicher Augenhöhe entgegentreten. So übernahm er, insbesondere vom Marxismus, die Grundkonzeption einer "geschlossenen wissenschaftlichen Weltanschauung". Er zwingt alle Weltprobleme in ein einfaches Korsett, hat auf alle Fragen einfache Antworten (im wesentlichen immer dieselbe). Er verfügt über ein simples Menschenbild und er propagiert eine utopische Geschichtsphilosophie. Seine dogmatische Enge und sein utopischer Glaube hindern ihn allerdings daran, für die relevanten wirtschaftlichen Probleme pragmatische Lösungen zu finden. Dies macht ihn ebenso realitätsuntauglich, wie es der Marxismus war. Mit seinem Scheitern ist daher zu rechnen.Quelle TELEPOLIS, Teil 1
Exportorientierung statt Binnenmarkt - EntwicklungUlrich Berger und Christoph Stein 11.04.2005 Das zweite Scheitern des Liberalismus - Teil 2Der Neoliberalismus kann die gegenwärtige Krise weder verstehen,
dazu fehlt ihm das theoretisch-begriffliche Rüstzeug, noch kann er sie
wirksam bekämpfen oder auch nur eindämmen. Er begreift noch nicht
einmal seine eigenen Niederlagen. Im ersten Teil unserer Betrachtungen
haben wir die dogmatische Enge des Neoliberalismus auf dem Gebiet der
deutschen Konjunkturpolitik verfolgt
(
Quelle TELEPOLIS, Teil 2
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