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Mit dem Sozialstaat stirbt die Demokratie Eine Erinnerung an die Weimarer Republik - Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit der Situation Heute Von Christoph Butterwegge In der Weimarer Republik erlebte der Sozialstaat zuerst einen bis dahin nicht gekannten Aufschwung. Während der Weltwirtschaftskrise gegen Ende der 20er-/Anfang der 30er-Jahre wurden er und mit ihm die Demokratie aber schrittweise zerstört. Wie die steigende Massenarbeitslosigkeit, mehr noch jedoch der Abbau des Sozialstaates die junge Republik untergruben, stellt ein Lehrstück historisch-politischer Bildung dar. Quelle Frankfurter Rundschau (Nachtrag: Die Dokumentationsseite ist nicht mehr online Der Beitrag steht aber hier als PDF-Datei zur Verfügung.) Weimar erlebte zunächst einen Siegeszug des Sozialstaates, vor allem im Hinblick auf den öffentlichen Wohnungsbau, die Entwicklung des Gesundheitswesens und die Ausweitung der Sozialversicherung. An die Stelle der Kriegswohlfahrtspflege trat nach dem Ersten Weltkrieg dei Erwerbslosenfürsorge. Die an das Fragebogen-Verfahren beim Arbeitslosengeld II erinnernde Bedürftigkeitsprüfung erfasste nicht nur den Antragsteller, sondern auch mit ihm in einer Wohnung zusammenlebende Verwandte, die nach geltendem Recht gar nicht zum Unterhalt verpflichtet waren. Dadurch wurden keineswegs die Familienbande gestärkt, wie man amtlicherseits hoffte, sondern umgekehrt eher zerstört: Besonders jüngere Arbeitslose, denen man die Unterstützung kürzte oder versagte, zogen von zu Hause aus. Der Autor Prof. Dr. Christoph Butterwegge leitet die Abteilung für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Der dokumentierte Text ist ein vom Autor überarbeitetes und gekürztes Kapitel aus seinem soeben erschienenen Buch "Krise und Zukunft des Sozialstaates", Wiesbaden (VS - Verlag für Sozialwissenschaften) 2005, 318 Seiten, 24,90 EUR Bestellungen entweder über den Buchhandel oder über den Verlag: Frau Christmann, VS - Verlag für Sozialwissenschaften, Abraham-Lincoln-Str. 46, 65189 Wiesbaden, Tel.-Nr.: 0611/7878-245; Fax: 0611/7878-99; e-Mail: britta.christmanngwv-fachverlage.de Eine längere Fassung dieses Beitrags erscheint in Heft 7-8/2005 der Zeitschrift "Soziale Sicherheit". Bestellt werden kann das Heft unter: Telefon: 02203-10 02 66 oder im Internet unter: www.aib-verlag.de. Das Einzelheft kostet 7,50 Euro. ber
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