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Mittwoch, 30. März 2011
Aus der WELT vom 29.03.2011:
Am Bodensee ist Demeter die Bibel: Der Schriftsteller Martin Walser lobt Kretschmann, leidet aber mit Mappus Anmerkung: Martin Walser ist also kein politischer Schriftsteller, aber halt politisch angagiert. Bei Walser, der mit dem Kopf für Mappus Wahlkampf gemacht hat, aber mit dem Bauch für Kretschmann schwärmt, liest sich das dann so: "Die Panikberichterstattung der Medien hat das Atom-Thema hochgefahren. In jedem Bericht, in jedem Interview war die Rede vom Super-GAU! Sie erkennen die mediale Überreaktion schon daran, dass in Tokio nur 1000 Menschen gegen die Atomkraft demonstriert haben, in Deutschland aber 150 000." Grauslich! Diese Walser-Logig zieht sich durch das ganze Interview: Da nimt der Dichter und Denker Mappus dessen "Gesinnungswandel" ab, um sogleich auf die Frage, ob Mappus nicht an der Atomkraft hätte festhalten sollen, zu antworten, dass die Medien einfach zu mächtig seien: "Da geht nichts dagegen." Was für ein Gesinnungswandel?! Unübertroffen auch, was Walser über Sozialdemokraten zu sagen hat: "Die sind unerheblich geworden, es wird Zeit, dass andere an die Spitze kommen, Peer Steinbrück zum Beispiel. Den treffe ich heute noch in Tübingen, ein wirklich guter Mann." Jetzt wissen wir immerhin, dass Steinbrück kein Sozi ist. Glückliches Baden-Württemberg, wenn deine denkenden Dichter mit der Demeter-Bibel und grünem Lebensgefühl aus der Waldorf-Provinz politisieren, ist das unterhaltsamer als jede Videobotschaft der Bundeskanzlerin. Trackbacks
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